HIV & Co.
Es gibt eine Vielzahl von sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Auf diesen Seiten geben wir Dir einen Überblick zu den Infektionen, die teilweise ohne Beschwerden verlaufen und so nicht bemerkt werden. Um so wichtiger ist, sich bei einem möglichen Infektionsrisiko testen zu lassen. Auch ist die Behandlung bei einer vorliegenden Infektion wichtig.
Eine Impfung zu Hepatitis A und B stellt einen sicheren Schutz vor einer Ansteckung dar. Auch eine HPV-Impfung ist unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll.
Wenn Du Sorge hast, Dich mit HIV oder einer weiteren sexuell übertragbaren Infektion (STI) angesteckt zu haben, dann bist Du bei uns richtig. Egal ob persönlich, telefonisch, via Mail oder Chat – Wir sind für Dich da. Wir beraten Dich vertraulich, anonym und kostenlos zu Deinem individuellem Risiko. Zudem bieten wir Dir Tests auf HIV (HIV-Antikörpertest als Labordiagnostik), Syphilis (Lues), Chlamydien und Tripper (Gonorrhoe) an. Gemeinsam mit Dir besprechen wir, welche Tests sinnvoll und ratsam sind. So erreichst Du uns.
Wenn eine HIV-Infektion rechtzeitig erkannt wird, ist sie gut behandelbar. Zudem erkranken Menschen mit einer unterdrückten Viruslast nicht an Aids und sind auch nicht mehr infektiös. Auch Infektionen wie Syphilis (Lues), Chlamydien, Tripper (Gonorrhoe) und Hepatitis C müssen behandelt werden. Im Kreis Siegen-Wittgenstein bietet Dr. Matthias Müller in der Infektiologie im MVZ Allgemeinmedizin Jung-Stilling die HIV-Therapie sowie die Behandlung weiterer STI in Siegen an.
Die Behandlung einer HIV-Infektion sowie weiterer STI ist zudem in der Praxis Dilltal in Ehringshausen, beim Rheumateam - Fachgebiet Infektiologie in Wetzlar, als auch in weiteren HIV-Schwerpunktpraxen möglich.
Bei Beschwerden sind für die ärztliche Abklärung ebenfalls die niedergelassenen Praxen der entsprechenden Fachrichtung (Dermatologie, Gynäkologie, Urologie) zuständig.
Die wichtigsten Informationen zu den Infektionen haben wir im Folgenden für Dich zusammengestellt.
HIV und AIDS
Wofür steht HIV? Was bedeutet AIDS?
HIV ist die Abkürzung für Human Immunodeficiency Virus und bedeutet übersetzt Menschliches Immunschwäche-Virus.
AIDS steht für Acquired Immune Deficiency Syndrome und wird übersetzt mit Erworbenes Immunschwäche-Syndrom.
Das Virus HIV schädigt das Immunsystem, das den Menschen vor Krankheiten schützen soll. Ohne Behandlung kann dies später zu AIDS führen.
Woran kann ich eine Ansteckung mit HIV erkennen?
Eine Ansteckung mit HIV kann bei jedem Menschen sehr unterschiedlich verlaufen. Wenige Wochen nach der Ansteckung haben zum Beispiel viele für eine kurze Zeit grippeähnliche Symptome. Andere wiederum bemerken nichts. Oft bleibt die Infektion danach über viele Jahre unbemerkt. Das HI-Virus bleibt allerdings im Körper und breitet sich weiter aus. Dadurch besteht die Gefahr, andere Menschen anzustecken.
Das körpereigene Immunsystem wird mit der Zeit immer weiter geschwächt, bis sich der Körper irgendwann nicht mehr ausreichend gegen Krankheitserreger wehren kann. Als Folge können schwere Infektionen und Erkrankungen wie zum Beispiel bestimmte Krebserkrankungen auftreten.
Eine HIV-Infektion ist heutzutage sehr gut behandelbar. Die Schädigung des Immunsystems und somit auch AIDS lassen sich verhindern, wenn mit der Therapie so früh wie möglich begonnen wird.
Demnach ist ein HIV-Test immer dann sinnvoll, wenn ein mögliches Risiko für eine HIV-Infektion stattgefunden hat. Wir beraten Dich gerne anonym, vertraulich, wertfrei sowie kostenlos zu Deinem persönlichen Risiko und bieten Dir kostenlos und anonym einen HIV-Test an.
Wie kann HIV übertragen werden?
HIV ist im Vergleich zu anderen Krankheitserregern relativ schwer übertragbar.
Das Virus kann nur durch den Kontakt mit folgenden infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen werden:
- Blut
- Sperma
- Vaginalflüssigkeit
- Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut (Analsekret)
- Muttermilch (Stillmilch)
Dazu muss das Virus über Schleimhäute oder offene Wunden in die Blutbahnen gelangen. Am häufigsten wird HIV beim ungeschützten Vaginal- und Analsex übertragen. Ein geringes Risiko besteht beim Oralsex.
Weitere Übertragungswege für HIV sind:
- der gemeinsame Gebrauch von Spritzen und Nadeln, zum Beispiel beim Drogengebrauch
- auf das Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt und durch das Stillen
Eine Infektion mit einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI), zum Beispiel Chlamydien, Tripper (Gonorrhoe) oder Syphilis (Lues), erhöht die Gefahr, sich mit dem HI-Virus anzustecken.
Das HI-Virus kann beim Umarmen, Küssen, Streicheln, durch Niesen oder Husten und auch in anderen alltäglichen Situationen des Zusammenlebens nicht übertragen werden.
Wie schütze ich mich vor HIV?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen.
Kondom, Femidom und Lecktuch
- Kondom oder Femidom (Kondom zum Einführen in die Vagina) verwenden
- Beim Oralsex darauf achten, dass kein Blut oder Sperma in den Mund gelangt. Benutze zudem Kondome für den Penis beziehungsweise Lecktücher (Dental Dams), die auf After oder Vulva aufgelegt werden
Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP)
- Menschen, die nicht HIV-positiv sind, nehmen HIV-Medikamente ein, um eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden
Steriles Zubehör beim Drogengebrauch
- ausschließlich eigene sterile Nadeln, Spritzen und weitere Utensilien verwenden
HIV-Test in der Schwangerschaft
- Angebot des HIV-Tests in der Schwangerschaft wahrnehmen: Wenn eine Infektion festgestellt wird, dann kann durch die Einnahme von HIV-Medikamenten die Übertragung des Virus auf das Kind während der Schwangerschaft und bei der Geburt verhindert werden (siehe Schutz durch Therapie)
Schutz durch Therapie
- Die Methode „Schutz durch Therapie“ beruht darauf, dass HIV-positive Menschen erfolgreich mit HIV-Medikamenten behandelt werden. Wenn der HI-Virus durch die Therapie seit mindestens einem halben Jahr nicht mehr im Blut nachweisbar ist, dann ist die Anzahl der Viren auch in anderen Körperflüssigkeiten wie Sperma und Scheidenflüssigkeit so niedrig, dass HIV selbst beim Sex ohne Kondom nicht mehr übertragen werden kann: Nicht nachweisbar = Nicht infektiös.
- Wichtig: Die Medikamente müssen korrekt eingenommen und die Wirkung der Medikamente regelmäßig ärztlich überprüft werden.
Im Notfall: Post-Expositions-Prophylaxe (PEP)
Wenn es ein Risiko gab, sich bei einem HIV-positiven Menschen anzustecken (zum Beispiel Kondom beim Sex gerissen), dann kann durch die Einnahme von HIV-Medikamenten (Post-Expositions-Prophylaxe = PEP) eine Ansteckung mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden. Weitere Details zu PEP.
Wie wird eine Infektion mit HIV festgestellt?
Wie wird die HIV-Infektion behandelt?
Chlamydien
Chlamydien sind Bakterien, die zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI) gehören. Sie können zu Entzündungen führen, die oft erst spät bemerkt werden. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig testen zu lassen.
Wie verläuft die Infektion mit Chlamydien?
Die Chlamydien können von der Vagina aus in die Gebärmutter, die Eileiter und die Bauchhöhle wandern. Unbehandelt sind Entzündungen, die zu Unfruchtbarkeit führen können, möglich.
Die Bakterien können unbehandelt auch Entzündungen der Prostata, der Samenleiter und Nebenhoden hervorrufen. In seltenen Fällen kann dies zu Zeugungsunfähigkeit führen.
Eine Chlamydien-Infektion kann auch ein Grund für eine Harnröhrenentzündung sein.
Je nach Sexualpraktik kann es auch zu Infektionen im Rachen und im Po kommen.
Woran kann ich eine Ansteckung mit Chlamydien erkennen?
Die meisten Menschen bemerken nichts. Wenn Beschwerden auftreten, dann könnten das sein:
- Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen
- Unterbauchschmerzen
- Schmerzen beim Sex
- gelblicher Ausfluss aus der Vagina
- wässriger Ausfluss aus dem Penis
- Zwischenblutungen
- Schmerzen in den Hoden
- Bei Infektionen im Po können Ausfluss und Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Analverkehr auftreten.
- Infektionen im Rachen können Rötungen oder Halsschmerzen hervorrufen.
Wie können Chlamydien übertragen werden?
Wie schütze ich mich vor Chlamydien?
Beim Sex bieten Kondome einen hohen Schutz. Beim Oralverkehr (Sexpraktiken mit dem Mund, den Lippen oder der Zunge) schützen Kondome für den Penis oder Lecktücher aus Latex (Dental Dam), die auf Vagina oder Po gelegt werden.
Wie wird eine Infektion mit Chlamydien festgestellt?
Wie wird die Chlamydien-Infektion behandelt?
Was ist für mich noch zu beachten?
Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Chlamydien untersuchen lassen, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.
Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten.
Sechs bis acht Wochen nach Abschluss der Behandlung ist eine Kontrolluntersuchung ratsam.
Bei einer Infektion mit Chlamydien kann man sich leichter mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie zum Beispiel Gonorrhoe (Tripper) und Syphilis (Lues) anstecken.
Gonorrhoe (Tripper)
Gonorrhoe, auch Tripper genannt, wird durch Bakterien (Gonokokken) ausgelöst, die beim Sex übertragen werden. Da zum Teil keine Beschwerden auftreten, bleibt eine Ansteckung oft unentdeckt. Darum ist es wichtig, sich regelmäßig testen zu lassen.
Wie verläuft die Infektion mit Tripper (Gonorrhoe)?
Woran kann ich eine Ansteckung mit Tripper (Gonorrhoe) erkennen?
Die meisten Menschen bemerken die Infektion nicht. Wenn Beschwerden auftreten, dann könnten das sein:
- Gelblicher Ausfluss aus der Vagina
- Eitriger Ausfluss aus dem Penis
- Einseitige, schmerzhafte Schwellung der Vulvalippen
- Schmerzen und Schwellung der Hoden
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Zwischenblutungen
- Verstärkte Monatsblutungen
- Schmerzen im Unterbauch
- Bei einer Infektion im Po können Juckreiz und Schmerzen beim Analverkehr auftreten.
- Infektionen im Rachen können wie eine leichte Halsentzündung verlaufen.
- Am Auge können Gonokokken Entzündungen hervorrufen.
Wie kann Tripper (Gonorrhoe) übertragen werden?
Wie schütze ich mich vor einer Infektion mit Tripper (Gonorrhoe)?
Wie wird eine Infektion mit Tripper (Gonorrhoe) festgestellt?
Wie wird eine Infektion mit Tripper (Gonorrhoe) behandelt?
Was ist für mich noch zu beachten?
Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Tripper (Gonorrhoe) untersuchen lassen, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.
Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten.
Sechs bis acht Wochen nach Abschluss der Behandlung ist eine Kontrolluntersuchung ratsam.
Bei einer Gonorrhoe kann man sich leichter mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie zum Beispiel Chlamydien oder Syphilis (Lues) anstecken.
Syphilis (Lues)
Syphilis, auch Lues genannt, ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die durch Bakterien ausgelöst wird.
Bei der Krankheit gibt es im Wechsel Zeiten mit und ohne Beschwerden. Je früher eine Syphilis-Infektion erkannt wird, desto besser kann sie geheilt werden.
Wie verläuft die Infektion mit Syphilis (Lues)?
Über Schleimhäute und kleine Hautrisse gelangt der Krankheitserreger in den Körper. Erste Krankheitszeichen können wenige Tage bis Wochen nach der Ansteckung auftreten. Da diese von selbst verschwinden, werden sie leicht übersehen. Die Syphilis (Lues) bleibt dann unerkannt. Die Erreger können sich im Körper weiter ausbreiten. Wenn Syphilis (Lues) nicht behandelt wird, kann es zu schweren Schäden an Organen und am Nervensystem kommen.
Woran erkenne ich eine Ansteckung mit Syphilis (Lues)?
Einige Tage bis Wochen nach der Infektion:
An den Körperstellen, wo der Kontakt mit dem Erreger war (Mund, Po, Vagina, Penis, Haut) können folgende Symptome auftreten: Schmerzlose kleine Knötchen, Bläschen oder Geschwüre, die eine sehr ansteckende Flüssigkeit enthalten.
Circa vier bis zehn Wochen nach der Infektion:
Hautausschlag (rote Flecken) am Körper, an den Handinnenflächen und Fußsohlen, Fieber, Lymphknotenschwellung, Haarausfall.
Nach Jahren
Schwere Schäden an inneren Organen, Knochen, Muskeln, Gefäßen und Gehirn.
Wie kann die Syphilis (Lues) übertragen werden?
Die Syphilis (Lues) ist sehr ansteckend und sehr leicht übertragbar.
Eine Übertragung ist möglich durch:
- Sex (Mund, Vagina, Penis, Po)
- Küssen
- Kontakt mit Blut oder Flüssigkeit aus dem Geschwür
- Petting und Fisten (mit Fingern/Hand in Vagina oder Po eindringen)
- Gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug und Gleitgeltöpfen
Wie schütze ich mich vor Syphilis (Lues)?
Wie wird eine Infektion mit Syphilis (Lues) festgestellt?
Wie wird eine Infektion mit Syphilis (Lues) behandelt?
Was ist für mich noch zu beachten?
Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Syphilis (Lues) untersuchen lassen, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.
Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten.
Nach einer Behandlung müssen Kontrolluntersuchungen gemacht werden, um sicher zu sein, dass die Behandlung erfolgreich war.
Wenn man eine Syphilis (Lues) hat, dann ist eine Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie zum Beispiel Chlamydien und Tripper (Gonorrhoe) leichter möglich.
Humane Papillomviren (HP-Viren)
HPV: Was Du wissen solltest und wie du dich schützen kannst
Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit verbreitet. Tatsächlich infizieren sich etwa 80 % (etwa 4 von 5 Menschen) aller sexuell aktiven Menschen mindestens einmal im Leben mit Virus – oft schon bei den ersten intimen Kontakten. Damit gehört HPV mit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Eine HPV-Infektion ist somit eher die Regel als die Ausnahme. Da HPV im Gegensatz zu vielen anderen Erregern nicht nur durch Körperflüssigkeiten, sondern auch durch Haut-zu-Haut-Kontakt oder Schleimhautkontakt im gesamten Genital- und Analbereich übertragen wird, ist ein 100%iger Schutz allein durch mechanische Barrieren wie Kondome oder Lecktücher schwierig. Für eine Übertragung reichen bereits enges Kuscheln, Petting oder die Benutzung gemeinsamer Sex-Toys aus. Die HP-Viren dringen meist über Mikroverletzungen der Haut bzw. Schleimhaut in den Körper ein.
Was ist HPV eigentlich?
Es gibt über 200 verschiedene HPV-Typen. Man unterscheidet grob zwei Gruppen:
- Niedrigrisiko-Typen: Sie verursachen meist harmlose, aber oft lästige Genitalwarzen (Feigwarzen/Kondylome) im Anal- und Genitalbereich sowie im Mund- und Rachenraum. Zu 90% werden diese durch die Typen 6 und 11 verursacht. Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate.
- Hochrisiko-Typen: Diese können zu einem kleinen Anteil über lange Zeit Zellveränderungen hervorrufen (3 bis 6 Jahre), die dann über viele Jahre unbehandelt zu Krebs (10 bis über 30 Jahre) führen können. In etwa 70 % werden diese Krebsarten durch die Typen 16 und 18 hervorgerufen. Durch HPV ausgelöster Krebs betrifft nicht nur den Gebärmutterhals, sondern auch den Vaginalbereich, den After und Enddarm, den Penis sowie den Mund- und Rachenraum.
In den meisten Fällen (ca. 80 bis 90%) wird das Immunsystem allein mit den Viren fertig, und die Infektion heilt innerhalb von ein bis zwei Jahren unbemerkt aus. Dann entsteht auch kein Krebs oder eine seiner Vorstufen. Problematisch wird es nur, wenn die Viren über Jahre im Körper, bleiben (sog. Persistenz) und auf die Haut- oder Schleimhaut einwirken können. Einige Hochrisiko-Typen können zunächst innerhalb weniger Jahre Zellveränderungen auslösen, aus denen sich – meist über Jahrzehnte – Krebs entwickeln kann.
Wie können Humane Papillomviren übertragen werden?
Da die HP-Viren über infizierte Hautschüppchen oder kleine Mengen virushaltiger Körperflüssigkeiten erfolgt, stellt jegliche Art von sexuellem Kontakt ein Risiko dar.
Übertragungswege sind:
- ungeschützter Vaginal-, Anal und Oralsex
- gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug
- Berührung von Feigwarzen (Kondylomen).
Auch eine symptomfreie Person kann die HP-Viren im Körper haben und diese unwissentlich verbreiten.
Die HPV-Impfung: Dein bester Schutz
Die Impfung ist heute die effektivste Methode, um Krebserkrankungen durch HPV vorzubeugen. Der moderne 9-fach-Impfstoff (Gardasil® 9) schützt gegen die wichtigsten Hoch- und Niedrigrisiko-Typen. Ältere Impfstoffe hießen Silgard® (4-valent), Cervarix® (2-valent) oder nur Gardasil® (4-valent). Schaue in Deinem Impfpass nach, ob Du einen dieser Impfstoffe dort findest. Wenn ja, dann bist Du schon vor dem im Impfstoff enthalten HPV-Untertypen weitestgehend geschützt. Das bedeutet aber nicht, dass keine Vorsorgeuntersuchungen mehr durchgeführt werden müssen.
Ein Schutz besteht nur vor den durch dem im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen und daraus ausgelösten Krebsarten.
- Wann impfen? Idealerweise erfolgt die Impfung zwischen 9 und 14 Jahren, also vor dem ersten Sex. In diesem Alter reichen zwei Impfdosen aus, da das Immunsystem besonders stark reagiert.
- Nachholimpfung: Bis zum 18. Geburtstag werden die Kosten von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Hier sind meist drei Dosen nötig.
Impfung für Erwachsene: Macht das noch Sinn?
Ja! Auch für Erwachsene über 18 Jahren kann die Impfung durchaus noch sinnvoll sein. Selbst wer bereits sexuell aktiv war oder eine Infektion mit einem der HPV-Untertypen hat, den schützt die Impfung vor den anderen im Impfstoff enthaltenen Virus-Untertypen, mit denen noch kein Kontakt bestand. Allerdings ist die Impfung mit zunehmendem Alter oft weniger wirksam, da häufig schon Kontakt mit HPV stattgefunden hat (ca. 40 % der Frauen stecken sich in den ersten zwei Jahren sexueller Aktivität an). Über dem 26. Lebensjahr wird die Impfung nicht mehr allgemein empfohlen, kann aber im Einzelfall sinnvoll sein.
Kostenübernahme bei Erwachsenen:
Obwohl die STIKO die Impfung offiziell bis 18 empfiehlt, übernehmen mittlerweile viele gesetzliche Krankenkassen die Kosten auch für Erwachsene. Ob Deine Krankenkasse dabei ist, erfährst du auf der Website www.entschiedengegenkrebs.de (externer Link). Erfrage zudem zusätzlich vor der Impfung bei der Krankenversicherung und lasse dir eine Kostenübernahmeerklärung schriftlich geben.
Sollte ich mich auf HPV testen lassen?
Beim Gebärmutterhalskrebs-Screening seit 2020 ist der HPV-Test für Frauen ab 35 Jahren ein fester Bestandteil der Vorsorge (alle drei Jahre in Kombination mit dem Zellabstrich/Pap-Test). Hier ist es absolut sinnvoll, um ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen. Im Alter von 20 bis 34 Jahren wird nur bei Zellveränderungen gezielt auf HPV untersucht, da das Risiko in dieser Altersspanne äußerst gering ist. Daher sollte die Vorsorge in der gynäkologischen Praxis regelmäßig genutzt werden, um grundsätzlich Veränderungen frühzeitig festzustellen.
Ein reiner HPV-Test ohne Symptome (z.B. am Penis, im After oder Rachen) wird aktuell nicht empfohlen, da ein positiver Test nur aussagt, dass Viren da sind, aber nicht, ob sie jemals krankmachen werden. Da die meisten Infektionen aber von selbst abheilen, würde ein positives Ergebnis oft nur unnötige Angst auslösen, ohne dass man medizinisch eingreifen müsste oder kann.
Ein HPV-Test vor der Impfung ist ebenfalls nicht notwendig und wird nicht empfohlen.
Früherkennung und Behandlung
Die Impfung ist der beste Schutz vor HPV. Wenn die Impfung für Dich (noch) nicht infrage kommt, kannst Du folgendes tun:
- Vorsorge nutzen:
Frauen sollten regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen. Männer sollten bei Hautveränderungen im Intimbereich (z.B. kleine Knötchen oder Warzen) zeitnah eine urologische, dermatologische oder infektiologische Praxis aufsuchen.
- Kondome, Interne Kondome und Lecktücher (Safer Sex):
Kondome, Interne Kondome und Lecktücher (Dental Dam) sind wichtig, bieten bei HPV jedoch keinen vollständigen Schutz, da die Viren sich auf der gesamten Haut im Intimbereich (auch an Vulvalippen, Hodensack oder Damm) befinden. Bereiche, die nicht abdeckt sind, können die Viren übertragen.
Studien zeigen jedoch, dass Kondome die Viruslast senken und das Risiko für eine Ansteckung um etwa 50-70 % reduzieren. Zudem helfen sie dem Körper, eine bestehende Infektion schneller auszuheilen, indem eine ständige "Neuinfektion" durch den*die Partner*in verhindert wird.
- Hygiene bei Sexspielzeug:
HPV sind sehr stabil gegenüber Umwelteinflüssen. Daher ist es wichtig, Sexspielzeug nicht zu teilen oder bei jeder neuen Körperöffnung und Person ein neues Kondom zu verwenden. Zudem sind die Sexspielzeuge nach jedem Gebrauch gründlich mit Seife oder speziellen Reinigern zu säubern.
- Intimrasur:
Durch eine Nass-Rasur können Mikroverletzungen der Haut entstehen, über die HPV leichter eindringen kann. Rasiere dich daher nicht unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr. Ein zeitlicher Abstand von 24 bis 48 Stunden gibt der Haut Zeit, Mikrorisse zu schließen. Alternative: Haare nur Trimmen.
- Rauchen aufgeben:
Rauchen ist ein massiver Risikofaktor für die Dauer einer HPV-Infektion. Bei rauchenden Personen bleiben HPV-Infektionen statistisch gesehen viel häufiger bestehen (Persistenz), anstatt auszuheilen, was das Krebsrisiko deutlich erhöht.
- Behandlung:
HPV selbst kann man nicht mit Medikamenten heilen, aber die Folgen sehr wohl. Feigwarzen können mit Cremes, Vereisung oder Lasern entfernt werden. Zellveränderungen am Muttermund werden oft beobachtet oder durch einen kleinen Eingriff (Konisation) entfernt, noch bevor Krebs entsteht.
- Anal-Screening:
Für Personen mit einem erhöhten Risiko für Analkrebs wird ein regelmäßiges Screening (zytologischer Abstrich/ Proktoskopie) empfohlen. Dies gilt insbesondere für:
-
- Männer, die Sex mit Männern haben (MSM).
- Menschen mit HIV (hier wird ein regelmäßiges Screening ab dem 35. Lebensjahr dringend angeraten).
- Personen mit bereits bekannten Vorstufen (AIN) oder chronischen Reizungen im Analbereich.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine akute Leberentzündung, die durch ein Virus ausgelöst wird. Die Infektion heilt meist nach einigen Wochen von selbst aus. Wenn Du einmal Hepatitis A hattest, kannst Du Dich nicht nochmal damit anstecken, da Du nach der Infektion gegen Hepatitis A immun bin. Du kannst Dich allerdings mit anderen Hepatitis Formen anstecken.
Wie verläuft eine Infektion mit Hepatitis A?
Häufig treten 2 bis 4 Wochen nach der Ansteckung mit Hepatitis A grippeähnliche Beschwerden auf. Außerdem kann sich der Urin dunkelbraun (bierbraun) verfärben, während der Kot hell bis weiß werden kann. Typisch für eine Hepatitis A Infektion ist die Gelbsucht – eine Gelbfärbung von Haut und Augen sowie ein starker Juckreiz. Nach einigen Wochen heilt die Infektion meist von alleine aus.
Woran kann ich eine Ansteckung mit Hepatitis A erkennen?
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit
- Fieber
- Appetitlosigkeit und Übelkeit
- Kopf-, Muskel und Gelenkschmerzen
- Gelbverfärbung von Haut und Augen
- Veränderung von Urin und Kot
- Abneigung gegen fettiges Essen und Alkohol
Wie stark die Beschwerden auftreten, ist bei jeder Person unterschiedlich. Viele bemerken nichts von ihrer Infektion.
Wie wird Hepatitis A übertragen?
Hepatitis A wird hauptsächlich über Kot übertragen, da das Virus über den Stuhl ausgeschieden wird (z.B. über Trinkwasser und Nahrungsmittel, die mit Kot verunreinigt sind). Hepatitis A kann allerdings auch beim Sex übertragen werden:
- Oralsex (Mund zu Po, Hand zu Po und Mund)
- Petting oder Fisten (Hand zu Po und Mund)
- Gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug (vor allem Anal ohne anschließende Reinigung)
- Schmierinfektionen von Po zu Vagina
- Wenn Kondome nach dem Analsex nicht gewechselt werden
Wie kann ich mich vor Hepatitis A schützen?
Den besten Schutz vor Hepatitis A bietet eine Impfung. Lass dich hierzu in unserer Sprechstunde oder von Deinem Hausarzt beraten. Wir beraten Dich gerne - kostenlos, anonym, vertraulich. So erreichst Du uns.
- In Risikogebieten ist es wichtig, Lebensmittel zu schälen oder vor dem Verzehr zu kochen und kein Leitungswasser zu trinken.
- Benutze bei analem Oralsex Lecktücher (Dental Dams).
- Achte darauf, anal genutztes Sexspielzeug direkt zu reinigen.
- Wechsle auch Kondome nach dem Analsex, um Schmierinfektionen zu vermeiden.
- Beim Analpetting können Handschuhe verwendet werden oder die Hände direkt im Anschluss gründlich gereinigt werden.
Wie wird eine Hepatitis A Infektion festgestellt?
Zur Feststellung einer Hepatitis A erfolgt ein Test in Form einer speziellen Blutuntersuchung.
Wir beraten Dich hierzu gerne - anonym, vertraulich und kostenlos. So erreichst Du uns.
Was ist für mich sonst noch zu beachten?
Hepatitis A kann auch ohne Symptome übertragen werden. Es kann also sein, dass Dein Sexualpartner*in selbst nicht weiß, ob eine Infektion mit Hepatitis A vorliegt.
Bei einer Infektion ist es wichtig, dass Du Deinem Körper viel Ruhe gönnst und auf fettiges Essen, Alkohol und Medikamente, welche die Leber belasten, verzichtest.
Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Hepatitis untersuchen lassen, mit denen Du in den letzten drei Monaten engen Körperkontakt und/oder Sex hattest, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.
Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf engen Körperkontakt und Sex zu verzichten.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine akute Leberentzündung, die durch ein Virus ausgelöst wird. Die Infektion kann nach einigen Wochen von selbst ausheilen, sie kann allerdings auch bestehen bleiben und chronisch werden.
Wie verläuft eine Infektion mit Hepatitis B?
Die meisten Personen, die sich mit Hepatitis B infizieren, haben keine oder nur geringe Symptome. Häufig werden die Beschwerden mit einer Grippe verwechselt. In der Regel heilt die Infektion von alleine aus. Bei 5-10% aller Infektionen wird sie allerdings chronisch und bleibt bestehen. Personen mit einer chronischen Hepatitis B müssen medizinisch überwacht und bei Bedarf behandelt werden, damit es nicht zu einem Leberversagen kommt.
Woran kann ich eine Ansteckung mit Hepatitis B erkennen?
- Abgeschlagenheit
- Appetitlosigkeit
- Fieber
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Oberbauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Gelbfärbung von Augen und Haut
- Dunkler Urin, heller Stuhlgang
Wie stark die Beschwerden auftreten, ist bei jeder Person unterschiedlich. Viele bemerken nichts von ihrer Infektion. Auch bei einer chronischen Infektion sind die Beschwerden meist leicht oder es treten keine Symptome auf. Die Viren schädigen allerdings auch ohne Symptome die Leber, was nach Jahren zu schweren Lebererkrankungen führen kann.
Wie wird Hepatitis B übertragen?
Hepatitis B wird hauptsächlich beim Sex und durch den Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten wie Sperma und Vaginalflüssigkeit übertragen. In geringen Mengen kann das Virus auch in Speichel, Tränenflüssigkeit und Muttermilch (Stillmilch) vorkommen.
Übertragungswege sind:
- Ungeschützte Sexualkontakte (anal, vaginal, oral)
- Gemeinsamer Gebrauch von Spritzen, Nadeln und Röhrchen usw. beim Drogengebrauch
- Unsachgemäße Durchführung von Tätowieren, Piercen und Ohrlochstechen
- Auf das Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt und durch das Stillen
Wie kann ich mich vor Hepatitis B schützen?
Den besten Schutz vor Hepatitis B bietet eine Impfung. Lass dich hierzu in unserer Sprechstunde beraten - kostenlos, anonym, vertraulich. So erreichst Du uns. Natürlich kannst Du Dich auch an Deine Hausarztpraxis wenden.
Verwende Kondome beim Vaginal- und Analsex. Beim Oralsex kannst Du Lecktücher (Dental Dams) verwenden, die auf die Vulva/ den Po gelegt werden.
Beim Drogengebrauch verwende immer Dein eigenes Zubehör.
Wenn Du Dich tätowieren, piercen oder Dir ein Ohrloch stechen lassen möchtest, achte auf hygienische Bedingungen und steriles Material.
Wie wird eine Hepatitis B Infektion festgestellt?
Zur Feststellung einer Hepatitis B erfolgt ein Test in Form einer speziellen Blutuntersuchung.
Wir beraten Dich hierzu gerne - anonym, vertraulich und kostenlos. So erreichst Du uns.
Wie wird eine Hepatitis B behandelt?
Gegen Hepatitis B gibt es keine spezielle Therapie. Das Virus heilt meist nach wenigen Wochen von selbst aus. Es können nur die Beschwerden behandelt werden.
Für die chronische Hepatitis B gibt es eine Therapie, die zwar nicht zu einer Heilung führt, allerdings kann sie die Vermehrung der Viren dauerhaft hemmen. So wird die Infektion zum Stillstand gebracht.
Unerkannte und unbehandelte chronisch Infizierte können dauerhaft für Andere infektiös sein. Daher ist es wichtig, sich regelmäßig testen zu lassen. Mehr Infos zu den Testmöglichkeiten melde Dich gerne. So erreichst Du uns.
Was ist für mich noch zu beachten?
Wenn Du eine bestehende Hepatitis B Infektion hast, darfst Du die PrEP nicht nehmen. Mehr Infos zur PrEP findest du hier.
Hepatitis C
Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die durch ein Virus ausgelöst wird. Die Infektion kann nach einigen Wochen von selbst ausheilen, sie kann allerdings auch bestehen bleiben und chronisch werden.
Wie verläuft eine Infektion mit Hepatitis C?
Die meisten Personen, die sich mit Hepatitis C infizieren haben keine oder nur geringe Symptome. Häufig werden die Beschwerden mit einer Grippe verwechselt.
Eine Hepatitis C Infektion kann von alleine ausheilen. Meist wird sie jedoch chronisch und bleibt dauerhaft bestehen. Unbehandelt führt sie zu schweren Leberschäden wie Leberzirrhose und Leberkrebs. Zum Glück kann Hepatitis C mittlerweile gut mit Medikamenten behandelt werden.
Woran kann ich eine Ansteckung mit Hepatitis C erkennen?
- Abgeschlagenheit
- Appetitlosigkeit
- Fieber
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Oberbauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Juckreiz
- Gelbfärbung von Augen und Haut
Wie stark die Beschwerden auftreten, ist bei jeder Person unterschiedlich. Viele bemerken nichts von ihrer Infektion. Auch bei einer chronischen Infektion sind die Beschwerden meist leicht oder es treten keine Symptome auf. Die Viren schädigen allerdings auch ohne Symptome die Leber, was nach Jahren zu schweren Lebererkrankungen führen kann.
Wie wird Hepatitis C übertragen?
Hepatitis C wird durch den Kontakt mit Blut übertragen.
Übertragungswege sind:
- Kontakt mit Blut
- Ungeschützte Sexualkontakte (anal, vaginal, oral) mit Schleimhautverletzungen
- Gemeinsamer Gebrauch von Spritzen, Nadeln und Röhrchen und weiteren Utensilien beim Drogengebrauch
- Unsachgemäße Durchführung von Tätowieren, Piercen und Ohrlochstechen
- Bei der gemeinsamen Nutzung von Sexspielzeug, welches mit Blut in Kontakt gekommen ist (z.B. durch Analfissuren, Menstruationsblut)
- Auf das Kind während der Geburt
Wie kann ich mich vor Hepatitis C schützen?
Eine aktive Immunisierung durch eine Impfung für Hepatitis C ist bislang leider noch nicht möglich. Deshalb ist es für Dich besonders wichtig, mögliche Übertragungswege zu kennen und zu meiden.
Um Dich selbst zu schützen, verwende Kondome beim Vaginal- und Analsex und beim Oralsex Lecktücher (Dental Dams), die auf die Vulva/ den Po legst. Beim Fisting (Einführung der Hand in den Anus/die Vagina) benutze Handschuhe.
Vermeide beim Sex mit Blut in Kontakt zu kommen.
Sexspielzeug muss nach jeder Benutzung gereinigt und desinfiziert werden.
Achte beim Drogengebrauch darauf, Dein eigenes Zubehör zu verwenden.
Wenn Du Dich tätowieren, piercen oder dir ein Ohrloch stechen lassen möchtest, achte auf hygienische Bedingungen und steriles Material.
Wie wird eine Hepatitis C Infektion festgestellt?
Zur Feststellung einer Hepatitis C erfolgt ein Test in Form einer speziellen Blutuntersuchung.
Wir beraten Dich hierzu gerne - anonym, vertraulich und kostenlos. So erreichst Du uns.
Wie wird Hepatitis C behandelt?
Eine frische (akute) Hepatitis-C-Infektion wird in der Regel nicht behandelt. Wenn Deine Infektion chronisch verläuft, gibt es eine wirksame Therapie. Die Behandlung mit den Hepatitis C Medikamenten dauert 8-12 Wochen und führt in den meisten Fällen zu einer vollständigen Heilung.
Eine ausgeheilte Hepatitis C führt nicht zu einer Immunität. Daher kannst Du Dich immer wieder mit Hepatitis C anstecken.
Was ist für mich noch zu beachten?
Hepatitis-C-Infektionen können zu erheblichen psychischen Belastungen führen, da chronisch Infizierte in ständiger Angst leben, Menschen in ihrem Umfeld anzustecken. Aus diesem Grund ist die Behandlung sehr wichtig.
Wenn Du eine bestehende Hepatitis C Infektion hast, darfst Du die PrEP nicht nehmen. Mehr Infos zur PrEP findest du hier.