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HIV & Co.

HIV und Co. Es gibt eine Vielzahl von sexuell übertragbaren Infektionen. Auf diesen Seiten geben wir Dir einen Überblick zu den Infektionen, die teilweise ohne Beschwerden verlaufen und so nicht bemerkt werden. Um so wichtiger ist, sich bei einem möglichen Infektionsrisiko testen zu lassen. Auch ist die Behandlung bei einer vorliegenden Infektion wichtig.

Eine Impfung zu Hepatitis A und B stellt einen sicheren Schutz vor einer Ansteckung dar. Auch eine HPV-Impfung ist unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll.

Die wichtigsten Informationen zu den Infektionen haben wir hier für Dich zusammengestellt.


HIV und AIDS

Chlamydien

Gonorrhoe/Tripper

Syphilis/Lues

Humane Papillomviren (HPV)

Hepatitis A (in Arbeit)

Hapatitis B (in Arbeit)

Hepatitis C (in Arbeit)


Wenn Du Sorge hast, Dich mit HIV oder einer weiteren sexuell übertragbaren Infektion (STI) angesteckt zu haben, dann bist Du bei uns richtig. Egal ob persönlich, telefonisch, via Mail, Messenger oder Chat – Wir sind für Dich da. Wir beraten Dich vertraulich, anonym, vorurteilsfrei und kostenlos zu Deinem individuellem Risiko. Zudem bieten wir Dir Tests auf HIV (HIV-Antikörpertest als Labordiagnostik und Schnelltest), Syphilis/Lues, Chlamydien und Gonorrhoe/Tripper an. Gemeinsam mit Dir besprechen wir, welche Tests sinnvoll sind. So erreichst Du uns.

Im Medizinischen Zentrum Siegerland bieten Dr. Steinmüller und Kollegen neben der rheumatologischen Sprechstunde auch eine infektiologische Sprechstunde an. Da es sich hier um eine Zweigstelle handelt, erfolgt die Terminvereinbarung über die Praxis Dilltal.

Die Praxis Dilltal mit der Zweistelle im MZ Burbach ist mit dem Gütesiegel "PRAXIS VIELFALT - vielfältig gleich behandelt" zertifiziert.

Bei Beschwerden sind für die ärztliche Abklärung ebenfalls die niedergelassenen Praxen der entsprechenden Fachrichtung (Dermatologie, Gynäkologie, Urologie) zuständig.

HIV und AIDS

Wofür steht HIV? Was bedeutet AIDS?

HIV ist die Abkürzung für Human Immunodeficiency Virus und bedeutet übersetzt Menschliches Immunschwäche-Virus.

AIDS steht für Acquired Immune Deficiency Syndrome und wird übersetzt mit Erworbenes Immunschwäche-Syndrom.

Das Virus HIV schädigt das Immunsystem, das den Menschen vor Krankheiten schützen soll. Ohne Behandlung kann dies später zu AIDS führen.

Woran kann ich eine Ansteckung mit HIV erkennen?

Eine Ansteckung mit HIV kann bei jedem Menschen sehr unterschiedlich verlaufen. Wenige Wochen nach der Ansteckung haben zum Beispiel viele für eine kurze Zeit grippeähnliche Symptome. Andere wiederum bemerken nichts. Oft bleibt die Infektion danach über viele Jahre unbemerkt. Das HI-Virus bleibt allerdings im Körper und breitet sich weiter aus. Dadurch besteht die Gefahr, andere Menschen anzustecken.

Das körpereigene Immunsystem wird mit der Zeit immer weiter geschwächt, bis sich der Körper irgendwann nicht mehr ausreichend gegen Krankheitserreger wehren kann. Als Folge können schwere Infektionen und Erkrankungen wie zum Beispiel bestimmte Krebserkrankungen auftreten.

Eine HIV-Infektion ist heutzutage sehr gut behandelbar. Die Schädigung des Immunsystems und somit auch AIDS lassen sich verhindern, wenn mit der Therapie so früh wie möglich begonnen wird.

Demnach ist ein HIV-Test immer dann sinnvoll, wenn ein mögliches Risiko für eine HIV-Infektion stattgefunden hat. Wir beraten Dich gerne anonym, vertraulich, wertfrei sowie kostenlos zu Deinem persönlichen Risiko und bieten Dir kostenlos und anonym einen HIV-Test an.

Wie kann HIV übertragen werden?

HIV ist im Vergleich zu anderen Krankheitserregern relativ schwer übertragbar.

Das Virus kann nur durch den Kontakt mit folgenden infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen werden:

  • Blut
  • Sperma
  • Scheidenflüssigkeit
  • Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut (Analsekret)
  • Muttermilch

Dazu muss das Virus über Schleimhäute oder offene Wunden in die Blutbahnen gelangen. Am häufigsten wird HIV beim ungeschützten Vaginal- und Analsex übertragen. Ein geringes Risiko besteht beim Oralsex.

Weitere Übertragungswege für HIV sind:

  • der gemeinsame Gebrauch von Spritzen und Nadeln, zum Beispiel beim Drogengebrauch
  • von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt und durch das Stillen

Eine Infektion mit einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI), zum Beispiel Chlamydien, Gonorrhoe/Tripper oder Syphilis/Lues, erhöht die Gefahr, sich mit dem HI-Virus anzustecken.

Das HI-Virus kann beim Umarmen, Küssen, Streicheln, durch Niesen oder Husten und auch in anderen alltäglichen Situationen des Zusammenlebens nicht übertragen werden.

Wie schütze ich mich vor HIV?

Beim Sex:

  • Kondom oder Femidom (Kondom für die Frau) verwenden
  • Beim Oralsex darauf achten, dass kein Blut oder Sperma in den Mund gelangt. Benutze zudem Kondome für den Penis beziehungsweise Lecktücher (Dental Dams), die auf After oder Scheide aufgelegt werden

Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP):

  • Menschen, die nicht HIV-positiv sind, nehmen HIV-Medikamente ein, um eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden

Bei intravenösem Drogengebrauch:

  • ausschließlich eigene sterile Nadeln und Spritzen verwenden

Mutter-Kind:

  • Angebot des HIV-Tests in der Schwangerschaft wahrnehmen: Wenn eine Infektion festgestellt wird, dann kann durch die Einnahme von HIV-Medikamenten die Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft und bei der Geburt verhindert werden.

Schutz durch Therapie:

  • Die Methode „Schutz durch Therapie“ beruht darauf, dass HIV-positive Menschen erfolgreich mit HIV-Medikamenten behandelt werden. Wenn der HI-Virus durch die Therapie seit mindestens einem halben Jahr nicht mehr im Blut nachweisbar ist, dann ist die Anzahl der Viren auch in anderen Körperflüssigkeiten wie Sperma und Scheidenflüssigkeit so niedrig, dass HIV selbst beim Sex ohne Kondom nicht mehr übertragen werden kann.
  • Wichtig: Die Medikamente müssen regelmäßig eingenommen und die Wirkung der Medikamente regelmäßig ärztlich überprüft werden.

Im Notfall:

Wenn es ein Risiko gab, sich bei einem HIV-positiven Menschen anzustecken (zum Beispiel Kondom beim Sex gerissen), dann kann durch die Einnahme von HIV-Medikamenten (Post-Expositions-Prophylaxe = PEP) eine Ansteckung mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden. Weitere Details zu PEP.

Wie wird eine Infektion mit HIV festgestellt?

Durch eine spezielle Blutuntersuchung, den HIV-Test, kann eine HIV-Infektion festgestellt werden.

Wie wird die HIV-Infektion behandelt?

Mit Medikamenten kann eine HIV-Infektion heute gut behandelt werden, sie ist jedoch nicht heilbar. Bei rechtzeitiger Behandlung können Menschen mit HIV ein fast normales Leben führen und durchschnittlich so lange leben wie Menschen ohne HIV.

Chlamydien

Was sind Chlamydien?

Chlamydien sind Bakterien, die zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI) gehören. Sie können zu Entzündungen führen, die oft erst spät bemerkt werden. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Wie verläuft die Infektion mit Chlamydien?

Bei Frauen

Die Chlamydien können von der Scheide aus in die Gebärmutter, die Eileiter und die Bauchhöhle wandern. Unbehandelt sind Entzündungen, die zu Unfruchtbarkeit führen können, möglich.

Bei Männern

Bei Männern ist die Chlamydien-Infektion oft ein Grund für eine Harnröhrenentzündung. Ohne Behandlung sind Entzündungen der Prostata, der Samenleiter und Nebenhoden möglich. In seltenen Fällen kann dies zu Zeugungsunfähigkeit führen.

Bei Frauen und bei Männern

Je nach Sexualpraktik kann es auch zu einer Infektion im Rachen und im Po kommen.

Woran kann ich eine Ansteckung mit Chlamydien erkennen?

Die meisten Menschen bemerken nichts. Wenn Beschwerden auftreten, dann könnten das sein:

Frauen

  • Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen
  • Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Sex 
  • gelblicher Ausfluss
  • Zwischenblutungen

Männer

  • Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen
  • Wässriger Ausfluss aus dem Penis
  • Schmerzen in den Hoden

Frauen und Männer

  • Bei Infektionen im Po können Ausfluss und Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Analverkehr auftreten.
  • Infektionen im Rachen können Rötungen oder Halsschmerzen hervorrufen.

Wie können Chlamydien übertragen werden?

  • Sex (Mund, Scheide, Penis, Po)
  • Petting und Fisten (mit Fingern/Hand in Scheide oder Po eindringen)
  • Gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug

Wie schütze ich mich vor Chlamydien?

Beim Sex bieten Kondome einen hohen Schutz. Beim Oralverkehr (Sexpraktiken mit dem Mund, den Lippen oder der Zunge) schützen Kondome für den Penis oder Lecktücher aus Latex (Dental Dam), die auf Scheide oder Po gelegt werden.

Wie wird eine Infektion mit Chlamydien festgestellt?

Um eine Infektion mit Chlamydien festzustellen, erfolgt ein Test in Form eines Abstriches, gegebenenfalls eines Selbstabstriches vom Ort der Ansteckung (Scheide, Po, Rachen), oder eine Urinuntersuchung.

Wie wird die Chlamydien-Infektion behandelt?

Durch die Behandlung mit Antibiotika ist eine Chlamydien-Infektion gut behandelbar und heilbar.

Was ist für mich noch zu beachten?

Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Chlamydien untersuchen lassen, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.

Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten.

Sechs bis acht Wochen nach Abschluss der Behandlung ist eine Kontrolluntersuchung ratsam.

Bei einer Infektion mit Chlamydien kann man sich leichter mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie zum Beispiel Gonorrhoe/Tripper und Syphilis/Lues anstecken.

Gonorrhoe/Tripper

Was ist Gonorrhoe/Tripper?

Gonorrhoe, auch Tripper genannt, wird durch Bakterien (Gonokokken) ausgelöst, die beim Sex übertragen werden. Da zum Teil keine Beschwerden auftreten, bleibt eine Ansteckung oft unentdeckt. Darum ist es wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Wie verläuft die Infektion mit Gonorrhoe/Tripper?

Gonokokken können Scheide, Gebärmutter, Harnröhre, Po und Rachen befallen. Bleibt die Infektion unbemerkt, kann es zu schweren Entzündungen im Unterbauch kommen. Bei Männern kann sich die Entzündung auch in die Hoden und die benachbarten Organe ausbreiten.

Woran kann ich eine Ansteckung mit Gonorrhoe/Tripper erkennen?

Die meisten Menschen bemerken die Infektion nicht. Wenn Beschwerden auftreten, dann könnten das sein:

Frauen

  • Gelblicher Ausfluss aus der Scheide
  • Einseitige, schmerzhafte Schwellung der Schamlippen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Zwischenblutungen
  • Verstärkte Monatsblutungen
  • Schmerzen im Unterbauch

Männer

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Eitriger Ausfluss aus dem Penis
  • Schmerzen und Schwellung der Hoden

Frauen und Männer

  • Bei einer Infektion im Po können Juckreiz und Schmerzen beim Analverkehr auftreten.
  • Infektionen im Rachen können wie eine leichte Halsentzündung verlaufen.
  • Am Auge können Gonokokken Entzündungen hervorrufen.

Wie kann die Gonorrhoe/Tripper übertragen werden?

  • Sex (Mund, Scheide, Penis, Po)
  • Petting und Fisten (mit Fingern/Hand in Scheide oder Po eindringen)
  • Gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug

Wie schütze ich mich vor Gonorrhoe/Tripper?

Beim Sex bieten Kondome einen hohen Schutz (Penis, Scheide, Po). Auch beim Oralverkehr (Sexpraktiken mit dem Mund, den Lippen oder der Zunge) bieten Kondome für den Penis oder Lecktücher aus Latex (Dental Dam), die auf Scheide oder Po gelegt werden, einen guten Schutz.

Wie wird eine Infektion mit Gonorrhoe/Tripper festgestellt?

Um eine Infektion mit Gonorrhoe/Tripper festzustellen, erfolgt ein Test in Form eines Abstriches, gegebenenfalls eines Selbstabstriches vom Ort der Ansteckung (Scheide, Po, Rachen), oder eine Urinuntersuchung.

Wie wird eine Gonorrhoe-/Tripper-Infektion behandelt?

Durch die Behandlung mit Antibiotika ist eine Infektion mit Gonorrhoe/Tripper gut behandelbar und heilbar.

Was ist für mich noch zu beachten?

Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Gonorrhoe/Tripper untersuchen lassen, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.

Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten.

Sechs bis acht Wochen nach Abschluss der Behandlung ist eine Kontrolluntersuchung ratsam.

Bei einer Gonorrhoe/Tripper kann man sich leichter mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie zum Beispiel Chlamydien oder Syphilis/Lues anstecken.

Syphilis/Lues

Was ist Syphilis/Lues?

Syphilis, auch Lues genannt, ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die durch Bakterien ausgelöst wird.

Bei der Krankheit gibt es im Wechsel Zeiten mit und ohne Beschwerden. Je früher eine Syphilis-Infektion erkannt wird, desto besser kann sie geheilt werden.

Wie verläuft die Infektion mit Syphilis/Lues?

Über Schleimhäute und kleine Hautrisse gelangt der Krankheitserreger in den Körper. Erste Krankheitszeichen können wenige Tage bis Wochen nach der Ansteckung auftreten. Da diese von selbst verschwinden, werden sie leicht übersehen. Die Syphilis/Lues bleibt dann unerkannt. Die Erreger können sich im Körper weiter ausbreiten. Wenn Syphilis/Lues nicht behandelt wird, kann es zu schweren Schäden an Organen und am Nervensystem kommen.

Woran erkenne ich eine Ansteckung mit Syphilis/Lues?

Einige Tage bis Wochen nach der Infektion:

An den Körperstellen, wo der Kontakt mit dem Erreger war (Mund, Po, Scheide, Penis, Haut) können folgende Symptome auftreten: Schmerzlose kleine Knötchen, Bläschen oder Geschwüre, die eine sehr ansteckende Flüssigkeit enthalten.

Circa vier bis zehn Wochen nach der Infektion:

Hautausschlag (rote Flecken) am Körper, an den Handinnenflächen und Fußsohlen, Fieber, Lymphknotenschwellung, Haarausfall.

Nach Jahren

Schwere Schäden an inneren Organen, Knochen, Muskeln, Gefäßen und Gehirn.

Wie kann die Syphilis/Lues übertragen werden?

Die Syphilis/Lues ist sehr ansteckend und sehr leicht übertragbar.

Eine Übertragung ist möglich durch:

  • Sex (Mund, Scheide, Penis, Po)
  • Küssen
  • Kontakt mit Blut oder Flüssigkeit aus dem Geschwür
  • Petting und Fisten (mit Fingern/Hand in Scheide oder Po eindringen)
  • Gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug und Gleitgeltöpfen

Wie schütze ich mich vor Syphilis/Lues?

An fast jeder Körperstelle und bei jeder Art von Sex ist eine Übertragung möglich. Kondome schützen beim Vaginal- und Analsex. Beim Oralsex (Sexpraktiken mit dem Mund, den Lippen oder der Zunge) schützen Kondome für den Penis und Lecktücher aus Latex (Dental Dam), die auf Scheide oder Po gelegt werden. Beim Petting und Fisten können Handschuhe verwendet werden. Da Kondome, Lecktücher oder Handschuhe das Risiko einer Ansteckung aber nur senken können, sind regelmäßige Untersuchungen sinnvoll.

Wie wird eine Infektion mit Syphilis/Lues festgestellt?

Zur Feststellung einer Syphilis/Lues erfolgt ein Test in Form einer speziellen Blutuntersuchung.

Wie wird eine Syphilis-/Lues-Infektion behandelt?

Durch die Behandlung mit Antibiotika ist eine Syphilis-Infektion gut behandelbar und heilbar.

Was ist für mich noch zu beachten?

Es ist ratsam, dass sich auch die Personen auf Syphilis/Lues untersuchen lassen, mit denen man in den letzten drei Monaten Sex hatte, selbst wenn sie keine Beschwerden haben.

Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern, ist es empfehlenswert, bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten.

Nach einer Behandlung müssen Kontrolluntersuchungen gemacht werden, um sicher zu sein, dass die Behandlung erfolgreich war.

Wenn man eine Syphilis/Lues hat, dann ist eine Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie zum Beispiel Chlamydien und Gonorrhoe/Tripper leichter möglich.

Humane Papillomviren (HPV)

Was sind Humane Papillomviren (HP-Viren)?

Von den humanen Papillomviren gibt es mehr als 150 verschiedene Arten. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die meisten sexuell aktiven Menschen (60-80%) stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an. Da es viele verschiedene HP-Viren gibt, kann man sich mehrmals mit demselben oder verschiedenen HP-Viren anstecken. Sie werden in Niedrigrisiko-Typen und Hochrisiko-Typen eingeteilt.

Woran kann ich eine Ansteckung mit Humanen Papillomviren (HPV) erkennen?

Meist verursachen die HPV-Infektionen keine Beschwerden und verschwinden nach ca. 18-24 Monaten von selbst (sie heilen aus). Die meisten Menschen merken daher gar nicht, dass sie sich angesteckt haben. Bei ca. 10% bleibt die Infektion allerdings bestehen und löst entweder Karzinome (z.B. Gebärmutterhalskrebs) oder Kondylome (Feigwarzen) aus.

Sind Humane Papillomviren gefährlich?

Wenn eine HPV-Infektion mit einem Hochrisiko-Typ nicht von alleine ausheilt, kann es zu Zellveränderungen bzw. Krebsvorstufen kommen. Unbemerkt kann dies innerhalb von wenigen Jahren zu Krebs führen – vor allem am Gebärmutterhals, am Anus (Poloch), den Schamlippen, dem Penis oder im Mund und Rachen.

Wenn eine HPV-Infektion mit einem Niedrigrisiko-Typ nicht von alleine ausheilt, kann es zur Entstehung von Kondylomen (Feigwarzen) kommen. Diese stecknadelkopfgroßen Warzen sind meist nur schwer zu erkennen und können an den Geschlechtsteilen, am Anus (Poloch) und manchmal auch im Mund auftreten. Die Warzen an sich verursachen meist keine Beschwerden und sind in der Regel harmlos. Sie sind allerdings sehr ansteckend, teilweise störend beim Sex und können zu juckenden und schmerzhaften Geschwülsten und Ekzemen werden, wenn sie zusammenwachsen.

Wie können Humane Papillomviren übertragen werden?

Da die HP-Viren über infizierte Hautschüppchen oder kleine Mengen virushaltiger Körperflüssigkeiten erfolgt, stellt jegliche Art von sexuellem Kontakt ein Risiko dar.

Übertragungswege sind:

  • ungeschützter Vaginal-, Anal und Oralsex
  • gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug
  • Berührung von Feigwarzen (Kondylomen).

Auch eine symptomfreie Person kann die HP-Viren im Körper haben und diese unwissentlich verbreiten.

Wie schütze ich mich vor Humanen Papillomviren?

Da HPV sehr leicht übertragen wird, gibt es keinen vollständigen Schutz. Kondome senken das Ansteckungsrisiko vor allem bei sichtbaren oder sich aktuell in Behandlung befindlichen Kondylomen. Die HPV-Impfung schützt vor den häufigsten 9 HPV-Typen.

Wie wird eine Infektion mit Humanen Papillomviren festgestellt?

Wenn eine HPV-Infektion nicht von alleine ausheilt, kann diese sehr gut untersucht und behandelt werden. Krebsvorstufen lassen sich z.B. durch einen Abstrich der betroffenen Schleimhaut nachweisen.

Feigwarzen (Kondylome) werden durch eine Blickdiagnose festgestellt, bei der die Ärzte durch eine Lupe die verdächtigen Hautstellen genau betrachten und abtasten.

Wie wird eine Infektion mit Humanen Papillomaviren behandelt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Feigwarzen zu behandeln:

  • Operativ: Laser, Vereisung, Operation
  • Behandlung mit Salben und Zäpfchen
  • Verätzen der Feigwarzen mit Säure

Da die Feigwarzen sehr hartnäckig sind und häufig wiederkommen, ist eine regelmäßige Kontrolle und sorgfältige Nachsorge wichtig.

Krebsvorstufen, welche durch die HP-Viren verursacht werden, können durch einen Laser oder eine Operationen entfernt werden. Meist gelingt dies, noch bevor Krebs entsteht. Damit die Krebsvorstufen rechtzeitig entdeckt werden, ist die regelmäßige Durchführung einer Krebsvorsorge sehr wichtig.