PEP

(Informationen zur Post-Expositions-Prophylaxe)

Ist Dir beim Sex eine Verhütungspanne passiert? Hattest Du ungeschützen Sex? Bei einem hohen Risiko für eine HIV-Infektion gibt es die Möglichkeit der Post-Expositions-Prophylaxe (PEP), sozusagen die Pille für den Notfall.

Was ist die PEP?

Kondom abgerutscht? Gerissen? Vergessen? Und jetzt?

Nach ungeschütztem Sex oder einem Safer-Sex-Unfall mit einem hohen Risiko für eine HIV-Infektion kann durch die vierwöchige Einnahme der PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden.

Gedacht ist die PEP für Personen, die zu dem Zeitpunkt nicht HIV-infiziert sind (HIV-negativ).

Mit der PEP-Einnahme sollte so schnell wie möglich nach dem Risikokontakt begonnen werden, am besten innerhalb der ersten zwei Stunden, möglichst aber innerhalb von 24 Stunden und spätestens nach 48 Stunden. Umstritten ist, ob eine PEP-Einnahme innerhalb von 72 Stunden noch sinnvoll ist.

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An wen wende ich mich, um die PEP zu erhalten?

Die Medikamente der PEP sind verschreibungspflichtig und sollten von speziell geschulten Ärzt*innen verordnet werden.

Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist die PEP hier erhältlich:

Medizinisches Zentrum Siegerland

Im Medizinischen Zentrum Siegerland bieten Dr. Steinmüller und Kollegen neben der rheumatologischen Sprechstunde auch eine infektiologische Sprechstunde an. Hier gibt es seit diesem Jahr u.a. die Möglichkeit der PEP-Verschreibung. Da es sich hier um eine Zweigstelle handelt, erfolgt die Terminvereinbarung über die Praxis Dilltal

Die Praxis Dilltal mit der Zweistelle im MZ Burbach ist mit dem Gütesiegel "PRAXIS VIELFALT - vielfältig gleich behandelt" zertifiziert.


Kreisklinikum Siegen

Die PEP kann rund um die Uhr im Kreisklinikum Siegen (Weidenauer Straße 76, 57076 Siegen) durchgeführt werden. Betroffene melden sich bei der zentralen Patienten-Aufnahme.


Darüber hinaus ist die PEP in bestimmten Kliniken und HIV-Schwerpunktpraxen erhältlich.

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Bezahlt die Krankenkasse die PEP?

Die PEP wird nur im Notfall und nur nach ärztlicher Beratung und Verordnung vergeben. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn ein hohes Risiko einer HIV-Übertragung bestand.

Mehr Informationen zur PEP.

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