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Welche Risiken gibt es, wenn ich unter Alkohol- und Drogeneinfluss Sex habe?

Die Wirkung einer Substanz ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Neben der Stimmung und dem Umfeld bei der Einnahme (alleine oder gemeinsam, auf einer Party oder zu Hause), spielen vor allem die Dosierung, die Erwartung an die Wirkung und die generelle Einstellung zur Droge eine wichtige Rolle. Der Rausch kann also auch ganz anders verlaufen, als Du Dir das eigentlich wünschst. Unter Alkohol- und Drogeneinfluss steigt zudem die Risikobereitschaft. Das kann dazu führen, dass Du Dich auf Dinge einlässt, die Du nüchtern nicht gemacht hättest:

  • Sex ohne Kondom (siehe Infos zu Safer Sex)
  • für dich neue oder andere Sexualpratiken
  • grenzüberschreitende Handlungen (deine eigenen Grenzen oder die der Anderen)

Durch Sex ohne Kondom steigt das Risiko für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Auch durch bestimmte Sexualpraktiken, bei denen ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht, steigt das Infektionsrisiko.

Die niedrigere Hemmschwelle kann auch dazu führen, dass Du Deine oder die Grenzen der Anderen nicht mehr wahrnimmst oder ignorierst; bis hin zu sexuellem Missbrauch.

Wenn Du Alkohol und Drogen gezielt einsetzt, um Spaß zu empfinden, Hemmungen zu reduzieren oder gar Versagensängste zu verringern, kann sich auf Dauer eine Art psychische Abhängigkeit entwickeln. Das bedeutet, dass Du Dir irgendwann Sex ohne Alkohol und/oder Drogen nicht mehr vorstellen und praktizieren kannst.